Im Bereich der automatisierten Logistik spielen fahrerlose Transportsysteme (AGVs) eine entscheidende Rolle. Sie sind mit verschiedenen Führungstechnologien und Steuerungssystemen ausgestattet und ermöglichen so die Automatisierung und Intelligenz des Materialflusses. AGV-Wagen können vielfältige Handhabungsaufgaben flexibel und effizient ausführen. Unabdingbar für den Halt und Antrieb sind ihre Laufrollen. Dieser Artikel analysiert detailliert verschiedene Haupttypen von AGV-Wagenrädern.
I. Einzelnes Ruderrad
AGVs mit Einzelradantrieb sind meist dreirädrig. Charakteristisch ist die Montage eines gelenkigen Lenkrads als Antriebsrad an der Vorderseite des AGVs, während die beiden Hinterräder angetrieben werden. Die Vorteile dieser Bauweise liegen in ihrer Einfachheit und den geringen Kosten. Durch den Einzelradantrieb entfallen zudem Probleme mit der Motorpassung. Die dreirädrige Konstruktion bietet guten Grip und erfüllt die allgemeinen Anforderungen an den Untergrund. Daher eignet sie sich für ein breites Spektrum an Umgebungen und Situationen. Allerdings ist ihre Flexibilität eingeschränkt. Der Wendekreis ist begrenzt, und die möglichen Lenkmanöver sind relativ einfach. Diese Antriebsart eignet sich hauptsächlich für Traktions-AGVs und Gabelstapler-AGVs und bewährt sich beim Umschlag großer Lasten.
II. Doppelruderradtyp
Fahrerlose Transportsysteme (AGVs) mit zwei Ruderrädern sind omnidirektional. Ihr Fahrzeugkörper ist vorne und hinten mit je einem Ruderrad ausgestattet, das von links und rechts angetrieben wird. Diese Konstruktion ermöglicht eine 360°-Drehung und universelle Fahrtrichtung. Sie bietet Flexibilität und präzise Fahrgenauigkeit. Allerdings sind die Kosten für zwei Ruderradsätze höher, und der Betrieb von AGVs erfordert oft, dass sich die beiden Ruderräder unterschiedlich bewegen. Dies stellt hohe Anforderungen an den Bewegungssteuerungsalgorithmus des Motors. Darüber hinaus kann es bei Konfigurationen mit vier oder mehr Rädern leicht zu einem Überhang eines Rades kommen, der den Betrieb beeinträchtigt. Daher sind strenge Anforderungen an die Bodennivellierung erforderlich. Fahrerlose Transportsysteme mit zwei Ruderrädern eignen sich für den Einsatz in anspruchsvollen, latenten AGVs oder Parkrobotern. Sie bewähren sich in Umgebungen wie Automobilwerken und auf Parkplätzen.
III. Differentialradtyp
Die Konstruktion von AGVs mit Differenzialrädern sieht vor, dass links und rechts am Fahrzeugaufbau Differenzialräder als Antriebsräder montiert sind. Die übrigen Räder dienen als Mitläufer. Im Gegensatz zu AGVs mit Doppelruderrädern ist das Differenzialrad nicht mit einem Lenkmotor ausgestattet. Die Lenkung erfolgt stattdessen ausschließlich über die Drehzahldifferenz zwischen den inneren und äußeren Antriebsrädern. Die Vorteile dieses Antriebstyps liegen in seiner Flexibilität und der Möglichkeit zur 360°-Drehung. Da die Differenzialräder selbst jedoch nicht lenkbar sind, ist eine universelle Fahrtrichtung nicht möglich. AGVs mit Differenzialrädern eignen sich für den E-Commerce, den Einzelhandel und andere Lagerumgebungen mit geeigneten Bedingungen. Beispielsweise nutzt der Amazon KIVA-Roboter diesen Antriebstyp.
IV. McNamee-Radtyp
Das McNamee-Rad ist ein neuartiges Design für vielseitige Mobilität. Es basiert auf dem Prinzip diagonal angeordneter Rollen an einer Nabe, die sich durch synergistische Bewegungen fortbewegen oder drehen. Diese Räder haben eine Tragfähigkeit von über 10 Tonnen, eine hohe Flexibilität, eine 360°-Drehfunktion und ermöglichen universelle Fahrtrichtung. Sie eignen sich besonders für Bewegungen mit hohen Präzisionsanforderungen und auf engstem Raum. Allerdings sind die Kosten relativ hoch und die Konstruktionsformen relativ komplex. Auch die Anforderungen an Steuerung, Fertigung, Untergrund usw. sind höher. McNamee-Rad-AGVs eignen sich für Produktionsszenarien wie Flugzeugbau und Hochgeschwindigkeitszüge sowie für den Transport von Robotern im Freien.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es verschiedene Arten von AGV-Trolleyrädern gibt. Jede Art hat ihre spezifischen Eigenschaften und Anwendungsbereiche. Bei der Auswahl eines AGV muss der passende Radtyp entsprechend den tatsächlichen Anforderungen und Gegebenheiten des Einsatzortes gewählt werden, um sicherzustellen, dass das AGV die Handhabungsaufgaben effizient und stabil ausführen kann.
Veröffentlichungsdatum: 13. März 2025


